Ein Hoch auf das Offinger „Haus der Musik“

Mit einem Einzug der Musikerinnen und Musiker wurde es am Samstag feierlich eingeweiht. Seinen Segen hat es jetzt auch

Lange hat es schon gedauert. „Hier spielt die Musik“ steht groß auf dem Gebäude gegenüber vom Offinger Rathaus. Jetzt ist es fertig und die Musik spielte am Samstag im wahrsten Sinne des Wortes. Mit einem langen Zug durch die Marktstraße waren die Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sänger symbolisch in das „Haus der Musik“ eingezogen.

Nacheinander waren sie anmarschiert: Die Schülerinnen und Schüler der Musikschule Gundremmingen, Offingen, Rettenbach, allen voran die Jugendkapelle mit dem „Bozner Bergsteigermarsch“, dann das Vororchester und nicht zuletzt die Kinder mit den Blockflöten und von der musikalischen Früherziehung. Genauso hatten sich die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Lyra sowie die Sängerinnen und Sänger des Gospelchors eingereiht, um den Einzug in das „Haus der Musik“ gebührend zu feiern. Nicht nur diesem, auch den zahlreichen Gästen bot sich ein Bild, begleitet von Musikstücken und Tänzen, welches man nicht allzu häufig sieht.

Man habe viele Jahre auf diesen besonderen Tag hingearbeitet. Man übergebe nun ein Gebäude seiner Bestimmung: nach mehr als 30 Jahren erhalte die Musikschule endlich ein eigenes Zuhause, gleichzeitig
seien Räume für die musizierenden Vereine wie auch für diejenigen, welche sich mit der Musik verbunden fühlten, entstanden, betonte Bürgermeister Thomas Wörz. „Es ist ein Haus für die Menschen, die es mit Leben erfüllen werden, ein Haus für die Musik, für die Begegnung und für die Gemeinschaft.“ Es sei kein gewöhnliches Gebäude, sondern eines, welches auch die gestellten Anforderungen, wie Raumakustik, Schallschutz und technische Gebäudeausstattung erfülle. Wörz dankte allen, die mit Fachwissen, Leidenschaft und großartigem Engagement zu diesem anspruchsvollen Bauvorhaben beigetragen hätten, dem Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben für die finanzielle Förderung und nicht zuletzt Musikschulleiter Klaus Schlander. Dieser schloss sich an: Musik lebe in Offingen und verbinde Generationen. Der Markt habe mit dem Haus der Musik nicht nur in ein Gebäude, sondern auch für die Kultur und für die Zukunft des musikalischen Lebens investiert. Jede Note die an diesem Ort gespielt werde, wo Menschen zusammenkämen und Talente wuchsen, werde ein Stück gemeinsamer Geschichte sein. Landtagsabgeordnete Jenny Schack fügte an: Musik bewege die Menschen und dafür brauche man Orte, wo man diese erlernen könne. Ein solcher Ort sei hier in Offingen entstanden und er solle genutzt werden. Jeder, der singe oder musiziere, könne andere Menschen erreichen, mitnehmen und eine Gemeinschaft schaffen. Die Jugendkapelle und der Gospelchor zeigten das auf ihre Weise – mit den Songs „Ein Hoch auf uns und das, was vor uns liegt“ und „Oh Happy Day“. Dem folgten mehrere Stücke auf dem von der Familie Offermann gestifteten Flügel im großen Orchesterproberaum: Er sei ein Zeichen für Offingen, für die Gemeinschaft und für die Musik, so Stefan Offermann als er diesen mit seiner Frau Gisela offiziell übergab.

Seinen christlichen Segen hat das Haus der Musik nun auch. Genauso, wie alle, die hier lernten und musizierten – zu besonderen Anlässen, so wie heute, sei immer schon Musik gemacht worden, hatten Offingens Pfarrer Thomas Schmid und evangelischer Pfarrer Frank Bienk dabei betont.