Opening 2020

Zwei Tage – Zwei Big Bands
und jede Menge Jazz Spätzla Power

Das hat nicht jeder: Mit der Fat Cat Combo eine Big Band, die ordentlich anheizt und dann mit den Jazz Spätzla, eine Band, die dem Ganzen das Sahnehäubchen aufsetzt – und das gleich zwei Tage hintereinander. Mehr als 1150 Besucher waren am Wochenende zum Opening in die Offinger Mindelhalle gekommen, zu einer Big-Band-Party der Extraklasse.
Angeblich soll sich die Fat Cat Combo als beste Anheizband überhaupt bezeichnen. Bandleader und Leiter der Musikschule Gundremmingen, Offingenund Rettenbach, Klaus Schlander, sah am Samstag die Bezeichnung „anheizen“ fast schon zu Unrecht. Denn das, was die Musikerinnen und Musiker aus der Talentefabrik der Musikschule am Freitag boten, war weit mehr. Die Fat Cat Combo präsentierte sich als weit mehr als eine Nachwuchsband.
Eingerahmt vom neuen Logo der Jazz Spätzla (gestiftet von der BWF Group) und einer gigantischen Lichtshow präsentierten die Jungs und Mädels der Fat Cat Combo einen Hit nach dem anderen. Gestartet wurde ganz klassisch mit dem Standart “Watermelon Man“ und einer stimmlich bestaufgelegten Paula Reiter mit Don´t know why. Auch solistische Einlagen prägten das bunte Programm des gesamten Abends. Hier der junge Gitarrenvirtuose Simon Musselmann mit einem rockigen Arrangement von Rider in the Sky.
Dass die Fat Cats auch schmusig können, bewiesen sie mit der von Klaus Schlander arrangierten Nummer „Creep“ von Radiohead. Im Vorjahr gewannen die Schwestern Mimi & Josefin damit die Herzen von Millionen Zuschauern der Kultstaffel Voice Kids. Hier gelang es Alina Vogel und Paula Reiter mit klarer Intonation und von tiefen Gefühlen geführten Stimmen das Publikum zu begeistern.
Danach war der Bann gebrochen und es gab für A Night like this und Sway von Michael Buble` wahre Begeisterungsstürme. Nur mit zwei Zugaben und einem coolen Rap von Nick Zischak bei Shake it off von Tyler Smith konnte das Publikum kurzzeitig beruhigt werden.
Ob Freitag oder Samstag, an beiden Tagen fuhren die darauf einlaufenden Jazz Spätzla auf Hochtouren.
Funky Town“ und „Puttin’ on the Ritz“ waren der Anfang einer zweistündigen Show die keinen Anspruch mehr ausließen und die Halle zum Beben brachte. Schon beim Song „Bei mir bist du schön“ von den Andrew Sisters, mit den Vocals von Kerstin Lonsinger, Juliet Eberle und Julia Berger konnte man den genialen Zusammenklang der Stimmen dieses Trios bewundern. Es folgte noch Boogie Woogie Bugle Boy das von einem bestaufgelegten Ralf Kränzle treffsicher und swingend eröffnet wurde.
Während Alexander Kussmaul und Max Manßardt das Publikum zu Van Morrisons „Moondance“ in den Mondschein verführte gelang es der Big Band mit Jumpin at the Woodside ihre ganze musikalische Gelassenheit und Routine auszuspielen. Da saß jedes Riff und die Improvisationen waren meisterlich.
Mal in Dur fröhlich und verspielt, mal melancholische in Moll „battelten“ sich bei „I love Paris“ die Trompeten mit Sängerin Kerstin Lonsinger. Ein Ohrenschmaus der mit der Soloposaune von Kai Zischak abgeschlossen wurde. Nicht endenden Applaus bekam Hans Müller der Bassposaunist, für sein Solo beim wohl anspruchsvollsten Stück des Abends „When I Die“.
Blood; Sweat & Tears sind die Songwriter. Doch dieses Arrangement der Jazz Spätzla wurde bisher noch nie so in Deutschland aufgeführt. Gespickt mit Höchstschwierigkeiten vollführte der Spätzles-Posaunist geradezu einen Solotanz auf der Tuba. Multiphonics wechselten mit Beatboxen und Jazzimprovisationen.
Gekonnt sang dazu Alex Kussmaul die Geschichte des Liedes und begleitete mit der Bluesharp, während Saxophonistin Julia Schlander und Uli Deininger an der Gitarre ihre Bluestonleitern über das Ganze legten. Danach gab es kein Halten mehr, für Publikum und Musiker. Ob bei Time Warp aus dem Musical „Rocky Horror Picture Show „ oder Playing to Win gesungen von Nick Neidlinger, die Band zog alle Register ihres Könnens.
Immer wieder angetrieben vom kurzerhand mitsingenden Publikum kam ein Hit nach dem anderen, bis Melanie Mendel mit ihrer einzigartigen Stimme den Schluss des Programms bei Proud Mary von Creadance Clearwaters ankündigte.
Allerdings waren sechs Zugaben und jede Menge guter Worte des Moderators Robert Sauter notwendig um die Fans wieder zu beruhigen. Da passte dann auch noch Robbie Williams Let me Entertain you hervorragend, denn so fühlte sich jeder Gast- gut unterhalten. Mittlerweile sind die Bands und ihre Gäste eine große Familie geworden und dies spürt man den ganzen Abend. So kann höchste Qualität mit viel musikalischer Liebe und Hingabe zu einem echten Event werden.


 


Fat Cat Combo
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